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Mit der Idee einmal Rennen zu bestreiten ist Roland Ratzenberger am 4. Juli 1960 in Salzburg wohl auf die Welt
gekommen. Roland wurde schon seit Kindesbeinen an mit dem Motorsportvirus infiziert. Sein erstes Wort war daher
nicht Mama oder Papa, nein sein erstes Wort war natürlich Auto! Roland nahm an Seifenkistenrennen auf dem
Heuberg teil und ließ damals alle wissen: "Ich werde einmal Rennfahrer!". Bild: Jugend 1 Nach
der Eröffnung des Salzburgringes am 21.09.1969 wurde Roland zum regelmäßigen Besucher. Bild:
Jugend 2 Er bewunderte er zu dieser Zeit österreichische Rennhelden wie den unvergessenen Weltmeister Jochen
Rindt, oder den jungen Ferrari Weltmeister Niki Lauda. Das alles könnte man als Vorzeichen für eine
einzigartige Karriere betrachten.
Um in den Motorsport einzusteigen wurde Roland 1976 Mitglied im ersten Salzburger Kart-Rennclub. Roland
finanzierte sich sein Hobby auch damals schon mit anstrengenden und zeitaufwendigen Nebenjobs. Zum Beispiel
fuhr er für eine Salzburger Bäckerei Brötchen aus.
Am 07.07.1977 erwirbt Roland gemeinsam mit seinem Freund Gerald Lachmayer einen VW Käfer. Mit diesem
Käfer machten die beiden schon im alter von 17 Jahren die Straßen rundum Salzburg unsicher. Nach
vorzeitigem Austritt aus der Höheren Technischen Lehranstalt - Maschinenbau und nach Beendigung seines
Wehrdienstes wurde es für Roland ernst. Er konnte sich nun voll auf sein Ziel konzentrieren. Das seine
Eltern lieber gesehen hätten das Roland einen geregelten Beruf verfolgt, ist jedem klar. Deshalb gab es
im Hause Ratzenberger sicherlich das eine oder andere mal längere Diskussionen. Roland damals in einem
Interview: "Weil meine Eltern gegen den Rennsport waren und der Lauda-Weg mit großzügiger
Kreditaufnahme auch nicht in Frage kam, blieb mir nur eine einzige Möglichkeit ins Geschäft zu kommen
- nämlich über das Schrauben". Schon während der Schulzeit arbeitete Roland bei Walter
Lechner, den er vom Salzburgring kannte.
Seine erste Fahrt in einem Cockpit absolviert Roland als 19jähriger mit einem Formel Ford 1600. Er
mietet sich diesen Formel Ford beim deutschen Atlas Racing Team für den 04./05. September 1979 auf
dem Salzburgring. Es mangelte es für das Jahr 1980 an Geld und Erfahrung um eine komplette Formel
Saison zu bestreiten. Nach fünf Monaten in der Racing School von Walter Lechner wechselte er zu der
damals in Italien angesiedelte Jim Russel Int. Racing School als Instruktor. Zeitgleich konnte Roland
die von Jim Russel ausgeschriebene „Jim Russel Trophy “ 1980 gewinnen. In dieser Zeit kam
Roland zu seinem Spitznamen „ROLANDO TOPO DI MONTAGNA“. Was zu Deutsch „Roland –
Maus der Berge“ bedeutet.
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